Workshops zur Architektur von Frank Gehry
Halbtägiger Architekturworkshop für Kunstneigungskurse der gymnasialen Oberstufe Baden-Württembergs

Ab dem Schuljahr 2005/2006 wird das Werk des amerikanischen Architekten Frank Gehry als Schwerpunktthema im Kunstunterricht der gymnasialen Oberstufe behandelt.  Von besonderem Interesse ist das Vitra Design Museum, das als erster europäischer Bau Gehrys 1989 in Weil am Rhein errichtet wurde und bis heute eine zentrale Stellung im Werk des Architekten einnimmt.

Um den Schülern eine intensive Auseinandersetzung mit dem Bau zu ermöglichen, veranstaltet das Vitra Design Museum halbtätige Workshops zum Thema. Im Rahmen einer dialogorientierten Führung werden ästhetische, kunsthistorische und bautechnische Aspekte erläutert. 

Nach einer Zwischenbesprechung folgt die zeichnerische Auseinandersetzung mit dem Museumsbau. Es gilt, die Collage aus Türmen, Kuben und Rampen zu erkunden, die Durchdringung der Volumina darzustellen, sich mit dem Verhältnis von Innen- zu Außenraum zu beschäftigen, der Lichtführung zu folgen. Ziel soll nicht eine Gesamtdarstellung des Gebäudes sein, sondern die intensive Beschäftigung mit einzelnen Aspekten und baulichen Details. Am Ende der Veranstaltung fügen sich die Skizzen zu einer Collage, die eine persönliche Auseinandersetzung des Zeichners mit Gehrys Architektur erkennen lässt. 

Der Workshop dauert 4 Stunden. Zeichenbretter, Papier und Museumshocker werden gestellt, Zeichenmaterialien (Kreide, Kohle, Bleistifte) müssen mitgebracht werden.

Workshopkosten: EUR 7,00 pro Schülerin/Schüler

Bitte beachten Sie, dass die maximale Gruppengröße in den Wintermonaten 20 Personen beträgt.

Für weitere Informationen und Anmeldung wenden Sie sich bitte an:
workshops@design-museum.de


Workshop zur Architektur von Tadao Ando
Halbtägiger Architekturworkshop für Kunstneigungskurse der gymnasialen Oberstufe Baden-Württembergs

Die Elemente der Architektur zu reduzieren und sie in ihrer ursprünglichsten Form wiederherzustellen, ist nichts anderes, als einen archetypischen Raum zu erschaffen, einen Raum, der Reinheit und daher Kraft besitzt. (Tadao Ando(1))

Der Konferenzpavillon von Tadao Ando, 1993 auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein errichtet, war sein erster Bau außerhalb Japans. Die ab Frühling 2009 stattfindenden Workshops geben fundierte Einblicke in Andos Bauweise und lassen die Teilnehmenden erfahren, wie Architekten arbeiten.

Die Architektur Tadao Andos zeichnet sich durch Reduktion, Geometrie, Licht und den Einklang mit der Natur aus. Obwohl das Gebäude in Weil am Rhein aufgrund des Gebrauchs nur weniger Materialien und der klaren Formensprache streng erscheinen mag, strahlen die Räume meditative Ruhe, Poesie und Konzentration aus. Ein besonderes Merkmal der Architektur ist das Absenken des Pavillons in den Boden. Laut Ando ein Mittel, um „das Gedächtnis des Ortes zu bewahren“(2).

Nach einer dialogorientierten Führung um das Vitra Design Museum von Frank Gehry, in welcher erste architektonische Grundbegriffe erläutert werden, richten wir unser Augenmerk auf das Bauwerk von Tadao Ando. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, erkunden und beschreiben den Konferenzpavillon. Erfahrene Workshopleiterinnen und Workshopleiter ermuntern die Teilnehmenden, den Bau sowohl optisch, taktil als auch akustisch wahrzunehmen, und erklären ihnen bautechnische und kunsthistorische Aspekte.

Die praktische Aufgabe im zweiten Teil des Workshops setzt sich mit den Themen Maßstab und Grundriss auseinander. Ziel dieser Übung ist es, Distanzen messen zu lernen, mit einem Dreikant-Maßstab umzugehen und den Grundriss eines Gebäudes auf eine zweidimensionale Fläche zu übersetzen. Die Aufgabe umfasst sowohl genaues Zeichnen als auch kreatives Umgestalten der gegebenen räumlichen Aufteilung.

Für weitere Informationen und Anmeldung wenden Sie sich bitte an: workshops@design-museum.de

(1), (2): Werner Blaser: Bauen in die Erde. Tadao Ando, Sunken Courts. Zürich: Verlag Niggli AG, 2007, Seite 6