Architekturfotografien der Sammlung Alberto Sartoris im Dialog mit Objekten des Vitra Design Museums
Eine Ausstellung der Archives de la Construction Moderne der Eidgenössischen Technischen
Hochschule Lausanne (EPFL) und des Vitra Design Museums
Zwischen 1932 und 1957 publizierte in Mailand der italienisch-schweizerische Architekt
Alberto Sartoris (1901-1998) sechs umfangreiche Anthologien, die zu einem Mythos der
Architekturrezeption wurden: die drei nach und nach erweiterten Ausgaben Gli Elementi
dell'architettura funzionale (1932-1941), und die dreibändige Encyclopédie de
l'architecture nouvelle (1948-1957): ein visuelles Panorama, das weit über
zweitausend - vorwiegend fotografische - Bilder umfasst. Diese editorische Unternehmung
von nie da gewesenem Umfang trug maßgeblich dazu bei, einen Bezugsrahmen der
internationalen Moderne zu erstellen.
Die heute in den Archives de la Construction Moderne in Lausanne aufbewahrte Sammlung von
Architekturfotografien, die Sartoris damals zusammengetragen hat, umfasst mehr als 8000
Originalabzüge und hat einen international herausragenden dokumentarischen Wert:
es sind die Arbeiten von etwa 650 Architekten aus der ganzen Welt vertreten, unter ihnen
Le Corbusier, Giuseppe Terragni, Hans Scharoun, Richard Neutra oder Luis Barragán,
um nur einige der bekanntesten zu nennen.
