OPEN HOUSE:
Architektur und Technologie für intelligentes Wohnen


Welches Potential haben die neuen Technologien und Materialien von heute für das Wohnen und die Wohnarchitektur von morgen? Auf Einladung des Vitra Design Museums, Weil am Rhein, und des Art Center College of Design, Pasadena, haben sich fünfzehn Architekten und Designer mit dieser Frage beschäftigt. Die ausgewählten Büros stammen aus den USA, aus Mexiko, England, Frankreich, Deutschland, Schweden, Korea, Japan und Australien. Ihre visionären Antworten werden in OPEN HOUSE anhand von Modellen, interaktiven Installationen, und Filmen erstmals präsentiert. Unter den vielschichtigen Entwürfen finden sich inspirierende Vorschläge für die Erschließung neuer urbaner Räume und die Erschaffung neuer Erfahrungswelten, für neuartige flexible und variable Raumkonzepte, sowie innovative Ideen für Gebäudehüllen, die in der Lage sind, automatisch auf klimatische Einflüsse zu reagieren.


OPEN HOUSE: Architektur und Technologie für intelligentes Wohnen

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Die meist ortsspezifischen Architekturentwürfe stellen sich den Eigenheiten der städtischen oder ländlichen Umgebungen, für die sie erdacht wurden, gehen damit aber zugleich auf demographische und sozioökonomischen Entwicklungen ein, die auch international Gültigkeit haben. Dies belegt der empirische Teil der Ausstellung mit international kompilierten und grafisch attraktiv aufbereiteten Daten zum Thema Wohnen. Zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für Wohnarchitektur gehören die Pluralisierung und Individualisierung der Lebensstile und die zunehmende Überalterung der Gesellschaft ebenso wie Fragen zu Energieverbrauch und Nachhaltigkeit. In OPEN HOUSE bedient sich Architektur der Technologie nicht um ihrer selbst willen, sondern als Mittel zum Zweck, um die Bedürfnisse und Anforderungen der Bewohner zu erfüllen.

Die fünfzehn visionären Entwürfe präsentiert die Ausstellung in drei Gruppen. Die erste Gruppe zeigt Entwürfe für Häuser und Gebäude mit neuen Grundrissformen, reaktiven Wänden und neuen Schnittstellen zwischen Architektur und digitalen Technologien. Bei der zweiten Gruppe liegt der Schwerpunkt weniger auf Bauten an sich, denn auf Systemen oder Konzepten, die für völlig neue Wohnformen und eine bessere Nutzung bestehender Ressourcen plädieren. Bei vielen dieser Projekte spielt das Internet eine tragende Rolle. Die dritte Gruppe zeigt exemplarisch einige der interessantesten Entwicklungen, die zurzeit im Bereich der neuen Werkstoffe vonstatten gehen.


Sie repräsentieren einige der neuen "Werkzeuge", die der Architektur in Zukunft zur Verfügung stehen und eine Dynamisierung ehemals statischer Architekturelemente ermöglichen.Um Vorhersagen über mögliche zukünftige Entwicklungen einordnen und bewerten zu können, ist es hilfreich und wertvoll, sie mit früheren Zukunftsvisionen zu vergleichen. Als Einleitung und Gegenüberstellung zu den zeitgenössischen Arbeiten zeigt OPEN HOUSE daher eine Retrospektive auf Zukunftshäuser und Stadtbau-Utopien des 20. Jahrhunderts. Auch sie werden anhand zahlreicher Architekturmodelle präsentiert. Darunter befinden sich einflussreiche Entwürfe der Architektur-Avantgarde ebenso, wie einst von Industrie und Wirtschaft geförderte, heute beinahe skurril anmutende Wohnvisionen.

Der Rückblick zeigt, dass in den Zukunftsvisionen des Wohnens bestimmte Idealvorstellungen immer wieder kehrten. Dazu gehören die Haushaltsautomatisierung ebenso wie die industrielle Serienproduktion von Wohneinheiten oder das mobile Wohnen. Vieles von dem, was früher noch als ferne Zukunftsvision erscheinen musste, ist heute jedoch in die Nähe der Realisierbarkeit gerückt. Daher stellt die Ausstellung auch die Frage: Wie möchten wir wohnen?

Ausstellungstournee

  • 19.06.2008 - 24.08.2008, Norskform DogA, Oslo
  • 30.11.2007 - 15.02.2008, Center for Contemporary Art, Warschau
  • 10.03.2007 - 02.07.2007, Art Center College of Design, Pasadena
  • 26.08.2006 - 03.12.2006, Zeche Zollverein, Essen