Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

07.12.2019 – 03.05.2020

Vitra Design Museum Gallery

Nicht alle Gegenstände werden von Designern gestaltet. Zahlreiche autorenlose Alltagsobjekte entwickeln sich in Form, Funktion und Materialität über Jahrhunderte stetig weiter. Einige verändern sich dabei nur im Detail, bei anderen lösen gesellschaftliche, politische oder technische Umbrüche einen rasanten Wandel aus. Das französische Designkollektiv »Collections Typologie« interessiert sich dafür, welche Einflüsse die Gegenstände unseres Alltags formen und verändern. Dabei erforscht das Kollektiv die Geschichte, Herstellung und Formensprache von Gegenständen wie Weinflaschen, Korken oder den Metallkugeln des französischen Pétanque- oder Boulespiels. Die Ausstellung »Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen« in der Vitra Design Museum Gallery präsentiert die Ergebnisse dieser Recherchen und stellt die aktuelle Arbeit zur Obst- und Gemüsekiste vor. Der einzigartige Blick des Kollektivs lädt uns dazu ein, bisher übersehene Teile unserer Objektkultur zu betrachten. Gleichzeitig ermutigt die Ausstellung dazu, unsere Beziehung zu Alltagsgegenständen – gerade im Hinblick auf den derzeitigen Diskurs zu Ressourcenverbrauch und Lebensgewohnheiten – kritisch zu hinterfragen.

Eröffnung: 6. Dezember 2019, 18 Uhr

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Abbildung:
Collections Typologie und Anniina Koivu, Typologie – the cork stopper and the wine bottle, 2019 © Francesco Carreda

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

After the Wall. Design seit 1989

After the Wall. Design seit 1989

26.10.2019 – 23.02.2020

Vitra Schaudepot

Dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer widmet sich die Ausstellung »After the Wall. Design seit 1989« im Vitra Schaudepot dem Design der vergangenen drei Jahrzehnte. Anlässlich des 30. Geburtstags des Vitra Design Museums wird dabei der Einfluss der weitreichenden technischen, kulturellen und soziopolitischen Umbrüche auf das Design dieser Zeit in den Blick genommen. Die Ausstellung zeigt Schlüsselwerke aus den Bereichen Produktdesign, Möbeldesign, oder Grafik, etwa von Jasper Morrison, Philippe Starck, Hella Jongerius, Muji oder IKEA. Sie umfasst aber auch aktuelle Entwürfe junger zeitgenössischer Designer, die einen Ausblick auf die Zukunft erlauben.

Eröffnung: 25. Oktober 2019, 18:30 Uhr

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Abbildung:
Tejo Remy, You Can’t Lay Down Your Memory, 1991
© Vitra Design Museum, Foto: Jürgen HANS

 

 

After the Wall. Design seit 1989

Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

28.09.2019 – 19.01.2020

Vitra Design Museum

Der Surrealismus zählt zu den einflussreichsten Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts. In seinen traumhaften Bildwelten hatten Alltagsobjekte eine zentrale Bedeutung, sie wurden verfremdet, ironisiert oder zu seltsamen Zwitterwesen zusammengesetzt. So entstanden einige Schlüsselwerke moderner Kunst, darunter Marcel Duchamps »Fahrrad-Rad« (1913) oder Salvador Dalís »Hummertelefon« (1936). Doch der Surrealismus gab umgekehrt auch dem Design wichtige Impulse. Ab dem 28. September 2019 präsentiert das Vitra Design Museum eine große Ausstellung, die den Dialog zwischen Surrealismus und Design umfassend untersucht. Zum ersten Mal wird gezeigt, wie stark der Surrealismus das Design der letzten 100 Jahre beeinflusst hat – von Möbeln und Interieurs bis hin zu Grafik, Mode, Film und Fotografie. Die Ausstellung umfasst unter anderem Werke von Gae Aulenti, BLESS, Achille Castiglioni, Giorgio de Chirico, Le Corbusier, Salvador Dalí, Dunne & Raby, Marcel Duchamp, Max Ernst, Ray Eames, Front, Friedrich Kiesler, Shiro Kuramata, René Magritte, Carlo Mollino, Isamu Noguchi, Meret Oppenheim, Man Ray, Iris van Herpen und vielen anderen.

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Abbildung:
Daniel Streat/Visual Fields, Bocca sofa: © Studio65/Gufram, Foto: Jürgen HANS © Vitra Design Museum

Objekte der Begierde. 
Surrealismus und Design 1924 – heute

Die Sammlung des Vitra Design Museums

Die Sammlung des Vitra Design Museums

Dauerausstellung

Vitra Schaudepot

Im Vitra Schaudepot von Herzog & de Meuron präsentiert das Vitra Design Museum Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung und schafft damit eine der weltweit größten Dauerausstellungen und Forschungsstätten zum modernen Möbeldesign. Die Sammlung des Vitra Design Museums umfasst circa 20.000 Objekte, darunter etwa 7.000 Möbel, über 1000 Leuchten, zahlreiche Archive sowie die Sammlung des Eames Office, oder die Nachlässe von Verner Panton und Alexander Girard. Das Vitra Schaudepot entstand mit dem Ziel, die stetig wachsende Sammlung öffentlich zugänglich zu machen, denn obschon das Hauptgebäude des Museums von Frank Gehry 1989 ursprünglich als Sammlungsbau konzipiert war, präsentiert das Museum darin heute große Wechselausstellungen. Mit dem Bau des Schaudepots wird die Sammlung dauerhaft gezeigt und zugleich ein vielfältiges Bildungsprogramm vermittelt.

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Die Sammlung des Vitra Design Museums

Black Box. Ein Roboterkabinett

Black Box. Ein Roboterkabinett

Die Black Box kann ausschließlich im Rahmen von öffentlichen Führungen besucht werden. Anmeldung: info(at)design-museum.de, max. 10 Teilnehmer.

Der Vitra Campus hat einen außergewöhnlichen Ausstellungsraum: In einem der Häuser am Südeingang wurde eine Black Box eingerichtet, in der die Sammlung internationaler Spielzeugroboter des Vitra Chairman Emeritus Rolf Fehlbaum zu sehen ist. Die Präsentation umfasst Roboter und Astronauten aus den Jahren 1937 bis 1968. Viele von ihnen erzählen vom Technikoptimismus der Zeit, als Roboter und Raumfahrt zum größten Teil noch Fiktion waren. Bei ausgewählten Exemplaren sind auch die Originalverpackungen zu sehen, die nicht weniger spektakulär als die Objekte selbst sind. Ein Teil der Roboter ist auf Bildschirmen in Bewegung zu sehen, andere sind auf Drehtellern in Szene gesetzt. Die Gestaltung versetzt den Besucher in eine minimalistische, dunkle Traumwelt. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Rolf Fehlbaums Sammlerfreund Fifo Stricker. Von Dieter Thiel stammt die Architektur der Black Box, die Szenografie wurde mit dem Designer Ronan Bouroullec entwickelt. Die Black Box kann ausschließlich im Rahmen von öffentlichen Führungen besucht werden.

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Black Box. Ein Roboterkabinett