Anton Lorenz. Von der Avantgarde zur Industrie

Anton Lorenz. Von der Avantgarde zur Industrie

22.02.2019 – 19.05.2019

Vitra Schaudepot

Zum 100. Geburtstag des Bauhauses widmet das Vitra Design Museum erstmalig dem Unternehmer und Designer Anton Lorenz eine Ausstellung. Lorenz gilt als eine Schlüsselfigur für die Entwicklung des modernen Stahlrohrmöbels. Wie kaum ein anderes Material verkörperte Stahlrohr die Ideale der Bauhaus-Avantgarde, etwa das Streben nach einer »Maschinenästhetik« und die Suche nach radikal neuen Konstruktionen, wie sie in dem berühmten Freischwinger Ausdruck fand. Seine Bedeutung verdankt der Designer nicht nur seinen Möbelentwürfen, sondern auch seinem Erfolg mit Patenten und Firmengründungen. Die Ausstellung im Schaudepot umfasst Möbel legendärer Designer wie Marcel Breuer, Mart Stam oder Ludwig Mies van der Rohe, aber auch Objekte und Dokumente aus dem Nachlass von Anton Lorenz, welcher zur Sammlung des Vitra Design Museums gehört.

Eröffnung: 21. Februar 2019, 18:30 Uhr

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Abbildung:
Katalog DESTA Stahlmöbel, 1931 (Grafik: Otto Rittweger, Detail)
© Vitra Design Museum, Nachlass Anton Lorenz

Anton Lorenz.
Von der Avantgarde zur Industrie

Lake Verea: Paparazza Moderna

Lake Verea: Paparazza Moderna

02.02.2019 – 07.07.2019

Vitra Design Museum Gallery

Im Frühjahr 2019 präsentiert das Vitra Design Museum in seiner Gallery die erste Einzelausstellung des mexikanischen Künstlerinnen-Duos Lake Verea in einem europäischen Museum. Für ihr laufendes Projekt »Paparazza Moderna« komponieren die beiden Künstlerinnen poetische Porträts der Wohnhäuser berühmter moderner Architekten. Francisca Rivero-Lake und Carla Verea nähern sich diesen Gebäuden wie Paparazzi – spontan und ohne Vorankündigung – um ihre Sujets ungeschönt und ganz privat einzufangen. Lake Vereas evokative Fotografien von Gebäuden nach Entwürfen von Walter Gropius, Marcel Breuer, Richard Neutra, Rudolf M. Schindler, Ludwig Mies van der Rohe und Philip Johnson entstanden zwischen 2011 und 2018 während verschiedener USA-Reisen des Duos. In der Ausstellung werden 24 Werke gezeigt, darunter Fotografien und eine Videocollage. Die von Lake Verea als »architektonische Porträts« bezeichneten Kompositionen bestehen aus zwei bis zehn Motiven. Die Künstlerinnen behandeln die Häuser wie lebendige Persönlichkeiten und bieten einen spielerischen, manchmal auch voyeuristischen Blick auf die komplizierten, zwischenmenschlichen Beziehungen dieser großen Architekten des 20. Jahrhunderts.

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Abbildung:
Lake Verea fotografieren das »VDL House« (1932)
von Richard Neutra, Silverlake, Kalifornien
Paparazza Moderna Serie, 2011–2018 © Lake Verea

Lake Verea: 
Paparazza Moderna

Vitra Schaudepot: Die Sammlung des Vitra Design Museums

Vitra Schaudepot: Die Sammlung des Vitra Design Museums

 

Im Vitra Schaudepot von Herzog & de Meuron präsentiert das Vitra Design Museum Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung und schafft damit eine der weltweit größten Dauerausstellungen und Forschungsstätten zum modernen Möbeldesign. Die Sammlung des Vitra Design Museums umfasst circa 20.000 Objekte, darunter etwa 7.000 Möbel, über 1000 Leuchten, zahlreiche Archive sowie die Sammlung des Eames Office, oder die Nachlässe von Verner Panton und Alexander Girard. Das Vitra Schaudepot entstand mit dem Ziel, die stetig wachsende Sammlung öffentlich zugänglich zu machen, denn obschon das Hauptgebäude des Museums von Frank Gehry 1989 ursprünglich als Sammlungsbau konzipiert war, präsentiert das Museum darin heute große Wechselausstellungen. Mit dem Bau des Schaudepots wird die Sammlung dauerhaft gezeigt und zugleich ein vielfältiges Bildungsprogramm vermittelt.

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Vitra Schaudepot: Die Sammlung des Vitra Design Museums

Black Box. Ein Roboterkabinett

Black Box. Ein Roboterkabinett

Die Black Box kann ausschließlich im Rahmen von öffentlichen Führungen besucht werden. Anmeldung: info(at)design-museum.de, max. 10 Teilnehmer.

Der Vitra Campus hat einen außergewöhnlichen Ausstellungsraum: In einem der Häuser am Südeingang wurde eine Black Box eingerichtet, in der die Sammlung internationaler Spielzeugroboter des Vitra Chairman Emeritus Rolf Fehlbaum zu sehen ist. Die Präsentation umfasst Roboter und Astronauten aus den Jahren 1937 bis 1968. Viele von ihnen erzählen vom Technikoptimismus der Zeit, als Roboter und Raumfahrt zum größten Teil noch Fiktion waren. Bei ausgewählten Exemplaren sind auch die Originalverpackungen zu sehen, die nicht weniger spektakulär als die Objekte selbst sind. Ein Teil der Roboter ist auf Bildschirmen in Bewegung zu sehen, andere sind auf Drehtellern in Szene gesetzt. Die Gestaltung versetzt den Besucher in eine minimalistische, dunkle Traumwelt. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Rolf Fehlbaums Sammlerfreund Fifo Stricker. Von Dieter Thiel stammt die Architektur der Black Box, die Szenografie wurde mit dem Designer Ronan Bouroullec entwickelt. Die Black Box kann ausschließlich im Rahmen von öffentlichen Führungen besucht werden.

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Black Box. Ein Roboterkabinett