Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

Objekte der Begierde. Surrealismus und Design 1924 – heute

28.09.2019 – 19.01.2020

Vitra Design Museum

Der Surrealismus zählt zu den einflussreichsten Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts. In seinen traumhaften Bildwelten hatten Alltagsobjekte eine zentrale Bedeutung, sie wurden verfremdet, ironisiert oder zu seltsamen Zwitterwesen zusammengesetzt. So entstanden einige Schlüsselwerke moderner Kunst, darunter Marcel Duchamps »Fahrrad-Rad« (1913) oder Salvador Dalís »Hummertelefon« (1936). Doch der Surrealismus gab umgekehrt auch dem Design wichtige Impulse. Ab dem 28. September 2019 präsentiert das Vitra Design Museum eine große Ausstellung, die den Dialog zwischen Surrealismus und Design umfassend untersucht. Zum ersten Mal wird gezeigt, wie stark der Surrealismus das Design der letzten 100 Jahre beeinflusst hat – von Möbeln und Interieurs bis hin zu Grafik, Mode, Film und Fotografie. Die Ausstellung umfasst unter anderem Werke von Gae Aulenti, BLESS, Achille Castiglioni, Giorgio de Chirico, Le Corbusier, Salvador Dalí, Dunne & Raby, Marcel Duchamp, Max Ernst, Ray Eames, Front, Friedrich Kiesler, Shiro Kuramata, René Magritte, Carlo Mollino, Isamu Noguchi, Meret Oppenheim, Man Ray, Iris van Herpen und vielen anderen.

Eröffnung: 27. September 2019, 18 Uhr

Mehr

Abbildung:
Daniel Streat/Visual Fields, Bocca sofa: © Studio65/Gufram, Foto: Jürgen HANS © Vitra Design Museum

Objekte der Begierde. 
Surrealismus und Design 1924 – heute

After the Wall. Design seit 1989

After the Wall. Design seit 1989

26.10.2019 – 23.02.2020

Vitra Schaudepot

Das Vitra Design Museum wurde am 3. November 1989 eröffnet, nur wenige Tage vor dem Fall der Berliner Mauer. Dreißig Jahre danach präsentiert das Vitra Schaudepot in der Ausstellung »After the Wall. Design seit 1989« nun die Entwicklung des Designs in den vergangenen drei Jahrzehnten und nimmt dabei besonders den Einfluss des kulturellen, politischen und technologischen Wandels in den Blick. Neben einer Auswahl ikonischer Designobjekte umfasst die Schau Möbelentwürfe führender Designer wie Philippe Starck, Hella Jongerius oder Konstantin Grcic. Diese Übersicht über die jüngste Designgeschichte ergänzen Einblicke in die Zukunft des Designs.

Eröffnung: 25. Oktober 2019, 18:30 Uhr

Abbildung:
Tejo Remy, You Can’t Lay Down Your Memory, 1991
© Vitra Design Museum, Foto: Jürgen HANS, objektfotograf.ch

 

 

After the Wall. Design seit 1989

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

07.12.2019 – 31.05.2020

Vitra Design Museum Gallery

Nicht alle Gegenstande werden von Designern gestaltet. Die Form vieler Objekte hat sich über Jahrhunderte entwickelt. Seit 2016 spüren die vier französischen Produktdesigner Guillaume Bloget, Raphael Daufresne, Thélonious Goupil und Guillaume Jandin der Geschichte von Produktarchetypen nach und dokumentieren ihre Arbeiten im eigenen Magazin »Typologie«. Ihre Recherchen zur Weinflasche und dem Weinkorken zeigen, dass auch Gegenstände einer Evolution unterworfen sind und stets ihrem Nutzen oder lokalen Gegebenheiten angepasst werden. »Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen« in der Vitra Design Museum Gallery präsentiert diese Arbeiten und ein neues Projekt, welches sich mit hölzernen Obst- und Gemüsekisten beschäftigt.

Eröffnung: 6. Dezember 2019, 18 Uhr

Abbildung:
Collections Typologie und Anniina Koivu, Typologie – the cork stopper and the wine bottle, 2019 © Francesco Carreda

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

08.02.2020 – 23.08.2020

Vitra Design Museum

Wie die Menschen wohnen sagt viel darüber aus, wie sie leben – wie ihr Alltag aussieht und was sie brauchen, um sich wohlzufühlen. Ab Februar 2020 blickt das Vitra Design Museum in einer umfassenden Ausstellung auf die Geschichte des zeitgenössischen Wohninterieurs. Ausgehend von aktuellen Themen wie dem Schwinden der Ressource Wohnraum in den Städten und der Auflösung der Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit bietet die Ausstellung eine faszinierende Rückschau auf 100 Jahre Gestaltungsgeschichte: auf die in den 1970er Jahren so beliebten Lofts, den in den 1960ern aufkommenden Trend zur Zwanglosigkeit, den Siegeszug der Haushaltsgeräte in den 1950ern und die ersten Versuche mit offenen Grundrissen in den 1920er Jahren. Diese Themenvielfalt veranschaulichen 20 Interieurs bekannter Architekten wie Assemble, Lina Bo Bardi oder Josef Frank, Künstler wie Andy Warhol, Roland Penrose oder Lee Miller und Innenarchitekten wie Elsie de Wolfe und Cecil Beaton.

Abbildung:
Brandlhuber + Emde, Burlon, Antivilla, 2010–2015, © Erica Overmeer

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs