Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

07.12.2019 – 03.05.2020

Vitra Design Museum Gallery

Nicht alle Gegenstände werden von Designern gestaltet. Zahlreiche autorenlose Alltagsobjekte entwickeln sich in Form, Funktion und Materialität über Jahrhunderte stetig weiter. Einige verändern sich dabei nur im Detail, bei anderen lösen gesellschaftliche, politische oder technische Umbrüche einen rasanten Wandel aus. Das französische Designkollektiv »Collections Typologie« interessiert sich dafür, welche Einflüsse die Gegenstände unseres Alltags formen und verändern. Dabei erforscht das Kollektiv die Geschichte, Herstellung und Formensprache von Gegenständen wie Weinflaschen, Korken oder den Metallkugeln des französischen Pétanque- oder Boulespiels. Die Ausstellung »Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen« in der Vitra Design Museum Gallery präsentiert die Ergebnisse dieser Recherchen und stellt die aktuelle Arbeit zur Obst- und Gemüsekiste vor. Der einzigartige Blick des Kollektivs lädt uns dazu ein, bisher übersehene Teile unserer Objektkultur zu betrachten. Gleichzeitig ermutigt die Ausstellung dazu, unsere Beziehung zu Alltagsgegenständen – gerade im Hinblick auf den derzeitigen Diskurs zu Ressourcenverbrauch und Lebensgewohnheiten – kritisch zu hinterfragen.

Eröffnung: 6. Dezember 2019, 18 Uhr

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Abbildung:
Collections Typologie und Anniina Koivu, Typologie – the cork stopper and the wine bottle, 2019 © Francesco Carreda

Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

08.02.2020 – 23.08.2020

Vitra Design Museum

Unser Zuhause ist Ausdruck unseres Lebensstils, es prägt unseren Alltag und bestimmt unser Wohlbefinden. Mit der Ausstellung »Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs« initiiert das Vitra Design Museum eine neue Debatte über das private Interieur, seine Geschichte und seine Zukunftsperspektiven. Die Ausstellung führt den Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigt, wie sich gesellschaftliche, politische und technische Veränderungen der letzten 100 Jahren in unserem Wohnumfeld widerspiegeln. Im Zentrum stehen die großen Zäsuren, die das Design und die Nutzung des westlichen Interieurs geprägt haben – von aktuellen Themen wie knapper werdendem Wohnraum und dem Verschwinden der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben über die Entdeckung der Loftwohnung in den 1970er Jahren, aber auch dem Siegeszug einer ungezwungeneren Wohnkultur in den 1960ern und dem Einzug moderner Haushaltsgeräte in den 1950ern bis hin zu den ersten offenen Grundrissen der 1920er Jahre. Diese Umbrüche werden anhand von 20 stilbildenden Interieurs veranschaulicht, darunter Entwürfe von Architekten wie Adolf Loos, Finn Juhl, Lina Bo Bardi oder Assemble, Künstlern wie Andy Warhol oder Cecil Beaton sowie der legendären Innenarchitektin Elsie de Wolfe.

Abbildung:
Brandlhuber + Emde, Burlon, Antivilla, 2010–2015, © Erica Overmeer

Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs