Project Vitra – Design, Architecture, Communications (1950–2017)

Am 24. März 2017 eröffnet »Project Vitra – Design, Architecture, Communication (1950 -2017)« im Feuerwehrhaus auf dem Vitra Campus. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Vielfalt der kulturellen und kommerziellen Aktivitäten des Schweizer Möbelherstellers und gibt Einblicke in die Geschichte des Unternehmens. Es handelt sich um die erweiterte Version einer Ausstellung, die 2014 im Museum of Art in Philadelphia (USA) gezeigt wurde.

Rund um Vitra gibt es viele Geschichten zu erzählen und auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein gibt es viel zu entdecken. Frank Gehry realisierte hier sein erstes Gebäude ausserhalb der USA, das Vitra Design Museum. Das Feuerwehrhaus von Zaha Hadid war ihr Erstling. Tadao Ando hatte vor der Errichtung des Konferenzzentrums in Weil nur in Japan gebaut. Hier steht eine der seltenen von Jean Prouvé entworfenen Tankstellen, und es stapeln sich zwölf Häuserriegel zum ikonischen VitraHaus, entworfen von den Basler Architekten Herzog & de Meuron, und im letzten Jahr wurde mit dem Bau des Schaudepots die grosse Möbelsammlung des Vitra Design Museums der Öffentlichkeit zugänglich. Diese und andere Geschichten wurden erstmals in einer umfassenden Ausstellung im Museum of Art in Philadelphia, USA, 2014 präsentiert. Im März 2017 eröffnet »Project Vitra« im Feuerwehrhaus auf dem Vitra Campus.

Rolf Fehlbaum, Sohn der Gründer Erika und Willi Fehlbaum, langjähriger CEO und heute Chairman Emeritus von Vitra: »Zum Projekt Vitra gehört Vielfalt bis zur Unübersichtlichkeit. Das hat uns nie gestört. Der Vitra Campus in Weil charakterisiert uns ebenso wie die Stühle und Büromöbel, die wir herstellen. Das Vitra Design Museum mit wechselnden Ausstellungen und seiner Sammlung gehört ebenso zum Projekt wie die Klassiker des 20. Jahrhunderts und die Wohn- und Büro-Collagen, die wir in den letzten Jahren entwickelten. Unsere Arbeit beruht auf der Einsicht, dass der Alltag viel Potenzial an Vergnügen, Inspiration und ästhetischer Befriedigung bereithält, und dass Design dieses Potenzial erschliessen kann.«

Die Ausstellung führt durch die frühen Jahre des Familienunternehmens, gibt Einblicke in den Start von Vitra als Ladenbauer (»Vitra« kommt von »Vitrine«) und zeigt auf, wie die beiden Gründer Willi und Erika Fehlbaum 1957 Charles und Ray Eames kennenlernen und eine wegweisende Partnerschaft beginnt. Sie erläutert die Prozesse hinter dem einzigartigen Architekturensemble auf dem Vitra Campus und die Entwicklung der Vitra Home Collection. Vitra stellt Klassiker her, entwickelt aber fortlaufend neue Arbeiten mit Designern wie Antonio Citterio, Jasper Morrison, Hella Jongerius oder den Brüdern Ronan und Erwan Bouroullec. Die verschiedenen Themenschwerpunkte der Ausstellung sind aufgeteilt in die Kategorien Architektur, Kommunikation, Konzepte (Home, Office, Public, Retail), Produktklassiker, zeitgenössisches Design, Vitra Edition, Vitra Design Museum und Vitra Schaudepot.

Die Ausstellung »Project Vitra« kombiniert verschiedene Medien und visualisiert so den Projektcharakter des Unternehmens auch in ihrem Aufbau: als eine erlebbare Collage aus Produkten und Objekten, historischem Material, Fotografien, Zeichnungen, Grafiken, Filmen und Modellen.

© Vitra, Foto: Tobias Madörin