Radical Design

Radical Design

04.06.2016 – 17.11.2016

Die erste Wechselausstellung des Schaudepots ist dem Radical Design gewidmet, einer Designströmung, die ihren Höhepunkt am Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre in Italien erreichte und als eine der wichtigsten Avantgardebewegungen der Designgeschichte gilt. Mit Manifesten, unkonventioneller Formensprache, transdisziplinärer Arbeitsweise und utopischen Gestaltungsideen protestierten die Vertreter des Radical Design gegen den Funktionalismus und den etablierten Geschmack in Design und Architektur. Damit zeigten sie, dass Designer und Architekten sich nicht nur als Dienstleister in einem kommerziellen Kontext verstehen müssen, sondern sich aktiv und kritisch mit den gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandersetzen können. Mehr

 

 

 



Radical Design

Die Sammlung des Vitra Design Museums 1800 bis heute

Die Sammlung des Vitra Design Museums 1800 bis heute

Schaudepot

Das Schaudepot entstand mit dem Ziel, die stetig wachsende Sammlung des Vitra Design Museums der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Grundstein für die Sammlung wurde von Museumsgründer Rolf Fehlbaum gelegt. Er hatte in den 1980er Jahren eine Möbelsammlung aufgebaut, die er dem Vitra Design Museum bei seiner Gründung 1989 übertrug. Seitdem wird die Sammlung von den Museumsdirektoren Alexander von Vegesack (1989 bis 2010) sowie Mateo Kries und Marc Zehntner (seit 2011) gemeinsam mit Rolf Fehlbaum erweitert und zählt heute zu den weltweit größten ihrer Art. Insgesamt umfasst die Sammlung des Vitra Design Museums heute circa 20 000 Objekte. Den Kern bildet ein etwa 7000 Stücke umfassender Bestand an Möbeln, der fast alle wichtigen Epochen und Protagonisten des Designs von 1800 bis heute abdeckt. Ein zweiter Sammlungsschwerpunkt ist eine Leuchtensammlung mit über 1000 Objekten, die u.a. Entwürfe von Gino Sarfatti, Achille Castiglioni, Serge Mouille oder Ingo Maurer umfasst. Weitere Bestände umfassen Elektrogeräte, Architekturmodelle, Textilien, sowie Alltags- und Gebrauchsgegenstände. Außerdem verfügt das Museum über Archivbestände von ca. 100 000 Einheiten, darunter bedeutende Nachlässe wie die von Charles und Ray Eames, Verner Panton und Alexander Girard. Ziel der Sammlung ist es, die Geschichte und Gegenwart des Interieurs zu dokumentieren und in einem größeren Kontext zu erforschen. Mehr

Die Sammlung des Vitra Design Museums 
1800 bis heute

BLESS N° 56 Worker’s Delight

BLESS N° 56 Worker’s Delight

10.06.2016 – 09.10.2016

Vitra Design Museum Gallery

Die Designerinnen Desiree Heiss und Ines Kaag bearbeiten mit ihrem Label Bless seit 1997 gemeinsam transdisziplinäre Projekte. In ihren Objekten und Produkten vermischen sich Kunst und Design, Mode und Architektur sowie Business und soziale Praxis. Für das Projekt »Workout« verwandeln sie die Vitra Design Museum Gallery in einen experimentellen Werkraum, in dem der Besucher aktiv mit seiner digitalen Arbeitswelt konfrontiert wird. An den von Bless konzipierten Objekten zeigen sie auf, wie sich Arbeit und Bewegung verbinden lassen – mit humorvollen und überraschenden Kreationen, die die Zukunft der Arbeit verändern können. Mehr


BLESS N° 56 Worker’s Delight

Alexander Girard

Alexander Girard

12.03.2016 – 29.01.2017

Vitra Design Museum

Alexander Girard (1907– 1993) war einer der bedeutendsten modernen Textildesigner und Innenarchitekten des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete eng mit Designern wie Charles Eames und George Nelson zusammen und verband Einflüsse der Pop Art und der Folk Art zu einer farbenfrohen, opulenten Formensprache, deren Einfluss bis heute nachwirkt. Zu Girards bekanntesten Interieurs gehören das Irwin Miller House in Columbus, Indiana (1953, Architekt: Eero Saarinen), sein eigenes Haus in Santa Fe (ab 1953) sowie die Restaurants La Fonda Del Sol (1960) und L’Etoile (1966) in New York. Für die Fluggesellschaft Braniff International gestaltete Girard 1965 das komplette Corporate Design, vom Flugticket über die Lounges bis zu den Flugzeugen. Im Laufe seines Lebens sammelte der amerikanische Designer mit italienischen Wurzeln mehr als 100.000 Folk Art Objekte aus aller Welt, die er als Inspirationsquelle für seine eigene Arbeit sah, die aber auch die Grundlage für spektakuläre Ausstellungsinstallationen bildeten. Die erste umfassende Retrospektive auf das Gesamtwerk Girards in Europa schöpft aus dessen privatem Nachlass im Vitra Design Museum, der zu diesem Anlass erstmals wissenschaftlich aufgearbeitet wird. Mehr

Alexander Girard